Denk mal Danke

Wie schnell doch ein Kirchenjahr vergeht.
Wir feiern Erntedankgottesdienste in unseren Kirchen.
Wem verdanken wir unsere Ernte? Wofür können wir Danke sagen?
Sind es nur Kartoffeln, Körner, Äpfel oder auch gute Nachbarschaft, sauberes Wasser, Frieden, Schutz und Segen im Alltag?
Hinter Vielem stecken viele un-bekannte Hände, die uns dienten.
Und eine Hand über Allem, in der Alles ruht.

Für die vielen Stunden ehrenamtlicher Gemeindearbeit in den vergangenen Monaten sagen wir DANKE. Ohne Sie gäbe es die Gesauer St.Andreas-Gemeinde so nicht mehr. Gemeinsames verbindet.

Darum laden wir alle Gemeindeglieder zum Gottesdienst am Sonntag, 10.12.2017, dem 2. Advent, um 10:30 Uhr mit Pfarrerin Feige und anschließendem Mittagessen ein. Monika Jähne wird für uns kochen.

Für die Planung erbitten wir die Anmeldung bis zum 5.12.2017 unter der Rufnummer oder in den ausliegenden Listen.

Es grüßt Sie ganz herzlich

Ihr Kirchenvorstand und
Pfarrer Große (Vakanzvertreter)

Frauenfrühstück mit dem Thema: Die Frau im Fahrstuhl der Gefühle

mit Christa-Maria Steinberg

Unter dem Motto „Die Frau im Fahrstuhl der Gefühle“ wollen wir miteinander frühstücken, lachen, erzählen, zuhören, Impulse zum Nachdenken erhalten und auftanken. Wann? Am Samstag, dem 28. Oktober 2017 von 9:00 bis 11:00 Uhr im Gemeinde-Zentrum Glauchau-Gasau, Hofeweg 1.

Eingeladen sind Frauen jeden Alters von Frauen (jeden Alters) aus der St. Andreas-Kirchgemeinde in Glauchau-Gesau und Umgebung.

Kinder, die noch lieber mit der Mama zu solch einem Frauentreffen gehen statt allein zu Hause zu bleiben sind ebenso herzlich willkommen. Für sie wird nach dem Essen eine Betreuung angeboten.

Erster Bauabschnitt vor Vollendung

Mit dem Einhängen der Glocke am 23. Oktober und dem Anschluss dieser ist der erste Bauabschnitt zur Sanierung der Kirche Niederschindmaas beendet. Dann kann die Glocke wieder regelmäßig erschallen. Zudem wird die Gemeinde ab Anfang November wieder Gottesdienst in der Kirche feiern. Vorher ist allerdings noch ein Großreinemachen nötig. Dafür werden viele fleißige Hände gebraucht – der genaue Termin wird zeitnah bekannt gegeben.

Die weitere Planung sieht den nächsten Abschnitt mit Verschönerungsarbeiten im Innern der Kirche vor. Dies ist für das kommende Jahr angedacht. Es ist geplant, dem kompletten Kirchenschiff und dem Altarraum eine neue Farbe zu geben, die Fenster zu restaurieren und die restliche Kassettendecke zu reparieren. Nach Abschluss dieser umfangreichen Arbeiten kann sich die Gemeinde wieder über eine schmucke Kirche in Niederschindmaas freuen.

Um dieses Vorhaben umzusetzen, werden Fördermittel beantragt. Darüber hinaus ist die Kirchengemeinde erneut auf Spenden angewiesen. Zugleich möchten wir uns für alle bisher eingegangenen Spenden bedanken. Dies hat geholfen, das Großprojekt „Sanierung der Kirche Niederschindmaas“ zu stemmen. Über den weiteren Ablauf wird die Kirchengemeinde informieren.

500 Jahre Reformation

Hervorgehoben

Liebe Gemeindeglieder,

das große Fest der Evangelischen Kirche in Deutschland steht im Oktober bevor: 500 Jahre Reformation.

Kaum jemand kommt an dem Jubiläum vorbei: Luther-Socken, Luther-Brötchen, Luther-Bier, Luther-Tassen… – die Wirtschaft hat dieses Jubiläum entdeckt und genutzt. Und manch einer hat das Gefühl: Jetzt reicht es aber langsam wieder.

Was würde Martin Luther wohl selbst dazu sagen, wie er vermarktet wird – sogar als Spielfigur aus Plastik? Wir wissen es nicht.

Aber vielleicht würde er sich sogar freuen, zumindest darüber, dass seine Gesichtszüge nicht nur für Verkaufsstrategien missbraucht werden, sondern dass sein Gesicht dazu dient, an vielen Stellen auch über die Anliegen, die damals die Reformation auslösten, wieder neue nachzudenken. Was ist heute typisch evangelisch?

Sola scriptura! Sola fide! Sola gratia! Solus Christus! – Allein durch die Schrift! Allein durch Glaube! Allein durch Gnade! Allein durch Christus!

Diese Schlagworte fassen die Grundüberzeugungen der Reformatoren zusammen. Die Bibel (scriptura) ist als Gottes Wort Regel und Richtschnur, an der sich das Leben von allen Christen ausrichten muss. Alle Ordnungen und Traditionen müssen sich an der Schrift messen lassen.

Keiner kann oder muss sich die Gnade (gratia) Gottes verdienen, sondern durch Jesus Christus sind wir Gottes geliebte Kinder. Deshalb begegnet Gott jedem Menschen in der Schrift ohne die Vermittlung durch andere. Gott will direkt zu uns sprechen. Ihm geht es um eine persönliche Beziehung.

Kein Mensch kann sich die Anerkennung durch Gott verdienen. Vielmehr hat sich Gott durch den Tod und die Auferweckung Jesu Christi uns Menschen zugewandt und uns Zugang verschafft zu seinem Reich, das bereits in der Gegenwart immer wieder aufblitzt und zu leuchten beginnt.

Allein durch den Glauben (fide – Vertrauen) an Jesus Christus, der seinen Ursprung in der Zuwendung Gottes zu uns Menschen hat, kann ich der Anerkennung Gottes gewiss sein.

Die Konsequenzen aus diesen Erkenntnissen waren sehr weitreichend. Die Bibel wurde in die Muttersprache der Menschen übersetzt und die Gottesdienste ebenfalls auf Deutsch gehalten. Gleichzeitig wurde ein umfangreiches Schulwesen aufgebaut, um Menschen Leben und Schreiben beizubringen, damit sie selbst Bibel lesen konnten.

Gute Werke, die mir einen besseren Stand vor Gott bringen sollten, wurden verworfen, und damit die Angst vor einem Gott, der wie ein strafender Richter nur darauf wartete, das böse Handeln der Menschen zu bestrafen. Vielmehr wurde ein Leben nach Gottes Gebot und Verheißung zur Antwort auf die Gnade Gottes und seine Liebe zu uns.

Typisch evangelisch heißt also: Gott begegnet allen Menschen ohne dass eine Vermittlung durch andere nötig ist. Als Christ darf ich der Gnade Gottes in meinem Leben gewiss sein. Ich bin wertvoll und von ihm geliebt. Meine Antwort darauf ist ein Leben im Vertrauen auf Gottes Zuwendung zu mir.

Das ist alles sehr viel? Deshalb lohnt es sich, in den kommenden Wochen die vielen Angebote zu nutzen, um selbst wieder darüber nachzudenken, was evangelisch heißt – übrigens auch in Glauchau, wenn dort mit einem umfangriechen Programm vom 13. – 22. Oktober 475 Reformation gefeiert wird.

Ihnen allen, auch im Namen des Kirchenvorstandes und aller Mitarbeitenden, wünsche ich eine gesegnete Zeit.

Ihr Pfarrer
Matthias Große

Die „wilde Heilige“ in der Steppe Tansanias

Seit 34 Jahren lebt Angelika Wohlenberg-Kinsey in Tansania. Als Krankenschwester, Evangelistin und Entwicklungshelferin hilft sie den Massai, neue Wege zum Überleben zu finden. Die Massai gehören zu den bedrohten Naturvölkern und werden ohne Schulbildung und Offenheit für Veränderungen in ihrem Lebensstil keine Chance zum Überleben haben.

1997 gründete Angelika Wohlenberg-Kinsey den deutschen Förderverein Hilfe für die Massai. Sie gründete eine Schule im Massailand und organisierte Patenschaften für inzwischen 800 Schüler. Weitere Projekte sind Klinikeinsätze mit Schutzimpfungen und Augenbehandlung, Frauenprojekte, Evangelisation in enger Zusammenarbeit mit Massai Evangelisten uvm.

Sie wird am 23. September 2017 um 19 Uhr im Gemeindezentrum Gesau, Hofeweg 1, Glauchau-Gesau, einen Vortrag ihrer langjährigen Arbeit halten.

Orgelkonzert mit Landeskirchenmusikdirektor

Im Rahmen der Aktion „Orgel des Monats“ zieht Landeskirchenmusikdirektor Markus Leidenberger durch Sachsen und gibt auf besonders klangvollen Orgeln Konzerte. Diesmal ist auch die Gesauer Orgel dabei, die 1878 von Gotthilf Bärmig aus Werdau gebaut wurde. Das Konzert findet am Samstag, dem 2. September, um 19:00 Uhr statt.

Klezmer-Konzert im Pfarrhof Jerisau

Am Freitag, dem 23.6. um 19:30 Uhr haben wir ein Konzert von der Gruppe AUFWIND im Pfarrhof Jerisau zu Gast. Der Eintritt wird im Vorverkauf 8,00 Euro, an der Abendkasse 10,00 Euro kosten. Karten gibt es unter anderem im Pfarramt Remse. Rund um das Konzert werden Speisen und Getränke angeboten.

Die Gruppe AUFWIND gibt es seit 1984. In der Dreierbesetzung Claudia Koch, Hardy Reich und Andreas Rohde entstanden mehrere Programme mit jiddischen Liedern. Es folgten Reisen zu den Stätten ostjüdischen Geisteslebens in Polen, Rumänien, Ungarn und eine eingehende Beschäftigung mit der jiddischen Sprache, Geschichte und Kultur. Im November 1987 wurde die Gruppe Preisträger bei den 9.Tagen des Chansons in Frankfurt/Oder. 1988 kamen der Klarinettist Jan Hermerschmidt und ein Bassist zur Gruppe. Von da an wandte sich AUFWIND verstärkt der Klesmer-Musik zu.

1989 lernte die Gruppe den Klarinettisten Giora Feidmann kennen und wurde im Folgejahr als erste ausländische Gruppe zum renommierten Klezmerfestival nach Safed (Israel) eingeladen, wo mehrere gemeinsame Konzerte mit Feidmann stattfanden.

1988 bis 90 arbeitete AUFWIND mehrmals mit dem Schauspieler Gerry Wolff zusammen. Dabei entstanden zwei Fernsehproduktionen und eine Theaterinszenierung am Berliner „Theater im Palast“. Von 1992 bis 95 wirkte die Gruppe bei der erfolgreichen Inszenierung von „Ghetto“ und 1994/95 bei „Schneider und Schuster“ (beide von Joshua Sobol) am Berliner „Maxim-Gorki Theater“ mit. Seitdem gab es zahlreiche weitere Theatermitwirkungen von Musikern der Gruppe.

AUFWIND konzertierte auf vielen nationalen und internationalen Festivals z.B. in Toronto auf dem größten Klesmer-Festival der Welt, unlängst auch in Südamerika, Lissabon, Istanbul und Brüssel und wurde in einem ausverkauften Konzert am New Yorker Broadway gefeiert. Das englische Magazin Classic CD führte die 1996er CD „Awek di junge jorn“ unter den Top 12 Klezmer CDs, mehrere CD Produktionen der Gruppe wurden zum Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert. Neben zahlreichen Konzerten im Inland gastierte die Gruppe in folgenden Ländern: Israel, USA, Kanada, Polen, Frankreich, Portugal, Argentinien, Chile, der Türkei, Österreich, Belgien, Italien, der Slowakei, der Schweiz und den Niederlanden.

Besetzung:
Claudia Koch – Gesang, Violine, Viola
Hardy Reich – Gesang, Mandoline, Gitarre, Banjo
Andreas Rohde – Gesang, Bandonion, Perkussion, Gitarre
Jan Hermerschmidt – Klarinetten, Flöte, Gesang
Janek Skirecki – Baß

Sylvia Schramm