Kasualvertretungen

Ansprechpartner bei Hochzeiten, Taufen, Todesfällen, …:

  • 1. bis 23. Juni: Pfarrer Pohle, Wernsdorf, 03763/400057
  • 26. Juni bis 2. Juli: Pfarrer Schubert, Langenchursdorf, 0173- 5723287
  • 3. bis 23. Juli: Pfarrer Freyer, Meerane, 03764 / 795345
  • 24. bis 31. Juli: Pfarrer Pohle, Wernsdorf, 03763/400057

Abstand vom Alltag

„Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben!“

Dieser Aufforderung folgen sicher viele von uns in den vor uns liegenden Tagen und Wochen. Der Sommer ist gekommen, wir wollen hinaus in die schöne weite Welt, wir wollen die Kraft der leuchtenden Sonne tief in uns aufsaugen und Freude und Erholung in der Ferne finden. Ferien, Urlaub – endlich.

Jeder von uns verbindet mit diesem Wort etwas anderes. Der eine denkt an ferne Reisen, der andere an Bildungsurlaub, wieder andere wüschen sich nichts mehr als Ruhe, vielleicht am Meeresstrand oder in den Bergen beim Wandern oder einfach nur Zeit zu Hause auf Balkonien oder im Garten.

So vielfältig die Urlaubsträume sind, so verbindet sie doch eines: Wir möchten Abstand gewinnen von unserem Alltag, von dem, was unser tägliches Brot ist. Wenn wir diesen Abstand gefunden haben, dann können wir neue Energie tanken und von dort mit neuen Kräften wieder zurückkehren.

Auch Paul Gerhardt muss das immer wieder erlebt haben, denn sonst hätte er kaum ein solches Sommerlied dichten können, wie wir es in unserem Gesangbuch unter der Nr. 503 finden und in dieser Jahreszeit so oft singen. Wenn ich dieses Lied singe, dann fühle ich dabei jedes Mal, wie mein Herz geradezu mit jeder Strophe weiter hinausgeht in Gottes wunderbare Welt. Wenn die Bäume voller Laub stehen, wenn sich die Lerchen in die Lüfte schwingen, der Weizen immer weiter wächst, dann finde ich mich wieder inmitten der wunderbaren Schöpfung Gottes. Dann kann ich häufig nicht anders als mit einstimmen in den Jubel, vom dem auch Paul Gerhardt schreibt:

„Ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt, aus meinem Herzen rinnen.“

Für kurze Zeit habe ich dann Abstand gewonnen von dem, was mich jeden Tag umgibt und was mir die Augen und Ohren für unsere schöne Welt verschließt. Für ein paar Momente habe ich dann Urlaub gemacht. Dabei brauche ich nicht viele Kilometer zurückzulegen, sondern wichtig ist der zurückgelegte Abstand vom Alltäglichen.

„Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben!“ Machen Sie sich in diesen Sommertagen auf die Suche nach dieser Freude, legen sie einen Abstand zwischen dem, was sie täglich umgibt und kehren sie von dort behütet und erfüllt wieder in ihr zu Hause zurück!

Ihr Pfarrer
Matthias Große

Triumph! Das ist Ostern

Liebe Gemeindeglieder,

von einem Dorfpfarrer wird folgendes erzählt: „Wirtshausfreuden, vor allem das Kartenspielen, das waren seine großen Leidenschaften. Und so kam es wieder einmal: der Pfarrer hatte beim abendlichen Kartenspiel verloren. Doch er weigerte sich, wie sonst immer üblich, die Getränkekosten seiner Mitspieler zu übernehmen. Da war guter Rat teuer. Die Mitspieler schlugen dem Pfarrer einen Handel vor: Wenn Du bei der Osterpredigt in der nächsten Woche dreimal das Wort „Trumpf“ aussprichst, dann musst Du nicht bezahlen! Der Pfarrer überlegte. Und nach einer kurzen Pause sagte er: Okay, aber unter einer Bedingung: Niemand soll etwas von der Abmachung erfahren. Dem stimmten alle zu.

Die Woche verstrich, die im Geheimen abgesprochene Wette sprach sich natürlich herum. Die Kirche am Ostersonntag war bis auf den letzten Platz gefüllt. Das ganze Dorf war gekommen, nur um zu sehen und zu hören, wie der Pfarrer die Abmachung gewinnen könnte. Als der Pfarrer auf die Kanzel steigt, kehrt gespannte Ruhe ein. Siegesgewiss lächelt der Pfarrer in die Gesichter seiner Gemeinde. Er liest den Predigttext. Und dann beginnt er die Predigt mit donnernder Stimme: ‚Trumpf – Trumpf – Trumpf! So schallt es nachts dumpf aus finsteren Wirtshaushöhlen. Doch an Ostern heißt es nicht Trumpf. Denn die Stimme des Auferstandenen übertönt das dumpfe Grölen. Laut ruft der Auferstandene in die Finsternis der Nacht hinein: Triumph!‘

Die Minen der Gemeindeglieder erstarren. Damit hatte niemand gerechnet. Der Pfarrer hatte es tatsächlich geschafft. Er hatte die Zeche bereits mit den ersten Sätzen der Predigt vom Halse. Freudig setzte er seine Predigt fort.“ Soweit diese Geschichte.

Ostern steht vor der Tür – das wichtigste Fest der Christenheit, das Grunddatum unseres Glaubens: Triumph! Der Tod hat ein Ende. Das Leben hat gesiegt.

Nicht umsonst haben unsere Väter und Mütter im Glauben den Ostertermin in das zeitige Frühjahr gelegt. So wie die Natur aus dem Winterschlaf erwacht und sich das Leben in den Pflanzen und Tieren wieder Bahn bricht, so hat sich mit der Auferstehung Jesu Christi das Leben in der Finsternis des Todes Bahn gebrochen. Und wir dürfen daran Anteil haben.

Das gibt uns schon heute und hier Kraft und Zuversicht, um unseren Lebensweg getröstet und mit Freude zu gehen. Am Schluss steht nicht das Ende, sondern der Beginn des Lebens bei Gott. Triumph! Triumph! Triumph! Das ist Ostern. Die Zeche ist bezahlt. Wir dürfen und können befreit leben, weil wir eine Zukunft haben, die über unsere Welt hinausreicht. Gott sei Dank!
Ich wünsche Ihnen, auch im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Kirchenvorstände, ein gesegnetes Osterfest,

Ihr Pfarrer
Matthias Große

Zurück auf Los !

Bild von openPetition DeutschlandStrukturreform der Sächsischen Kirchenleitung stoppen – Neu Anfangen

Im Herbst 2016 hat die Kirchenleitung der Sächsischen Landeskirche mit dem Papier „Kirche mit Hoffnung in Sachsen“ verfügt, daß sich alle sächsischen Kirchgemeinden zu „Struktureinheiten“ mit mindestens 4000 Gemeindegliedern zusammenschließen müssen. Durch die Vereinigung von Gemeinden und die Bildung von Kirchspielen wird die rechtliche Selbständigkeit der Einzelgemeinden beendet.

Die Landessynode muß ihre Verantwortung wahrnehmen und diese Strukturreform stoppen: „ZURÜCK AUF LOS!“

„NEU ANFANGEN“ wollen wir als Kirchgemeinden zusammen mit der Landessynode und in einem mehrjährigen fairen Entscheidungsprozeß über die zukünftigen Strukturen entscheiden.

Dabei sollen tragfähige Lösungen und Selbstfinanzierung vor Ort ermöglicht werden.

Hier zur Petition und zum Petitionstext

Alles hat seine Zeit

Einer der bekanntesten Texte des Alten Testaments ist das Nachdenken des Predigers Salomo über die Zeit (Pred.3, 1-15). Nun kann man die Zeit unter sehr unterschiedlichen Aspekten betrachten. Zeit ist eines der kostbaren Geschenke, die der Mensch zur Verfügung hat und deshalb ist Zeit, die Menschen miteinander teilen, immer ein wichtiges Geschenk.

Zeit kann etwas sein, was uns davon läuft und irgendwann wird eines jeden Zeit abgelaufen sein. Zeit kann aber auch etwas sein, was wir teilen, was wir schenken, in der wir reifen und in der wir zu dem Menschen werden, den es noch nie gab und nie wieder geben wird. Zeit ist etwas, was zu unserer Einmaligkeit gehört. Nie wird es zwei Menschen geben, die ganz identisch sind, ja, nie wird es zwei Menschen geben, die auch nur einen Tag genau gleich erlebt haben.

Der Prediger Salomos schreibt: „Alles hat seine Zeit, und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.“

Zur richtigen Zeit mit den richtigen Leuten am richtigen Ort das Richtige in der richtigen Motivation tun – das ist Weisheit. Da wird die gefüllte zur erfüllten Zeit, von der wir sogar noch zehren können, wenn sie schon lange vorüber ist. In solchen Zeiten berühren sich Himmel und Erde, in solchen Zeiten kommen wir einander näher, entdecken einander und können füreinander dankbar werden. Die Geschichten aus den Gemeinden, die mich bewegen, waren solche Begegnungen, aber es waren oft Begegnungen, über die man nicht mit Dritten spricht. Meine Frau und ich sind seit ziemlich genau 100 Monaten in unserm Schwesternkirchverhältnis. Das sind ca. 2400 Stunden und die davon erfüllten Zeiten waren die, wo wir Zeit hatten, miteinander Gott zu suchen und zu entdecken, einander besser kennen und damit auch besser verstehen gelernt haben, wo wir nach einem Gespräch in kleiner oder großer Runde in den anderen Gottes Geschenke erkennen konnten. Alles hat seine Zeit, und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.

Der Prediger sagt: „Abbrechen hat seine Zeit, Bauen hat seine Zeit.“

Und so hat Kommen und auch Gehen seine Zeit. Nun ist für uns die Zeit des Abbrechens, des Gehens gekommen. Wir gehen mit dankbaren Herzen nach den acht gemeinsamen Jahren. Wir sind dankbar für solche erfüllten Zeiten, die wir in allen Gemeinden erlebt haben. Wir sind dankbar für alle, die für uns gebetet haben, die uns ermutigt haben, die uns mit unseren Ecken und Kanten angenommen haben. Wir sind dankbar für die vielen Zeichen der Wertschätzung und Dankbarkeit in den letzten Wochen, für die vielen originellen und persönlichen Karten, Briefe und Geschenke. Wir gehen weg und doch bleibt ein Teil von uns da, und Ihr bleibt da und doch nehmen wir viele von Euch mit in die nächste Etappe. Wir danken Euch für die gemeinsame Zeit und wir geben die Vergangenheit in die guten Hände Gottes. Über das, was ungenügend war, lege Gott den Mantel der Barmherzigkeit. Das, was gut war, mache Gott stark und lasse es lange nachwirken.

Wir sind gewiss: Wer immer es will, wird in Gottes Hand bleiben. Und dies wünschen wir allen aus den Gemeinen, in denen wir als Pfarrersehepaar gewesen sind. Wir verabschieden uns mit einem irischen Segen. Der hing viele Jahre als kleiner Wandteppich in der Wohnung meiner Eltern. Es gibt ihn inzwischen auch als Lied, und manchmal haben wir ihn miteinander gesungen.

Mögen sich die Wege vor deinen Füßen ebnen!
Mögest Du den Wind im Rücken haben!
Möge die Sonne sanft Dein Gesicht bescheinen
und der Regen sanft auf Deine Felder fallen.
Und bis wir uns wieder sehen, möge Gott
seine schützende Hand über Dir halten!

Wollen wir uns einander unserm guten Gott anbefehlen, dann braucht uns nicht
bange um einander zu sein!

Eure dankbaren Johanna und Matthias Franke

Neue Ansprechpartner für die Gemeinde

Eine Vakanzzeit ist für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung. War bisher Pfarrer Franke für Sie verlässlicher Ansprechpartner, so haben Sie es nun immer wieder mit unterschiedlichen Pfarrerinnen und Pfarrern zu tun. In unserem Pfarrkonvent konnten wir die Aufgaben auf viele Schultern verteilen. So werden verschiedene Kreise übernommen, dazu gilt es, die Gottesdienste, Hochzeiten, Jubiläen und Beerdigungen zu gewährleisten.
Für Beerdigungen u.ä. wird immer einen Monat ein Pfarrer oder eine Pfarrerin aus der Region zuständig sein. Im Gemeindeboten wird darüber regelmäßig informiert. Zuständig für die Organisation ist Pfarrer Pohle aus Wernsdorf.

Für alle Fragen, die ansonsten die Gemeinde betreffen, bin ich als Hauptvertreter für Sie Ansprechpartner. Daneben liegt bei mir auch die Verantwortung für den Konfirmandenunterricht, der weiterhin mittwochs in Gesau stattfindet. Nur die Anfangszeit musste auf 15.45 Uhr vorgezogen werden.

Auch mich stellt der Vertretungsdienst vor neue Aufgaben. Ich hoffe, dass wir gemeinsam die Vakanzzeit gut gestalten werden. Wenn Sie Fragen oder ein Anliegen haben, dann wenden Sie sich bitte an mich (Kontaktdaten auf S. 16). Ich werde sicherlich nicht alle Wünsche erfüllen und Anliegen klären können, aber ich werde mich bemühen und mit Ihnen gemeinsam nach Lösungen suchen. Gleichzeitig bitte ich Sie um Verständnis, wenn manches nicht gleich klappt oder auch einmal etwas unbefriedigend verläuft. Dabei hoffen wir, dass die Vakanzzeit schnell beendet und die Pfarrstelle zügig besetzt werden kann.
Begleiten Sie Ihre Kirchenvorstände und alle, die Verantwortung übernehmen, mit Ihrem Gebet. Geben Sie Hinweise und fragen Sie, wenn es etwas zu klären gibt. Ich gespannt auf die Zeit mit Ihren Gemeinden!

Pfarrer Matthias Große

Kasualvertretung (Beerdigungen etc):
im Februar Pfr. Pohle (03763 400057)
im März Pfr. Freyer (03764 795345)