Familienfreizeit vom 13. bis 15. Dezember 2019 in Reudnitz

Die Familienfreizeit am 3. Adventswochenende verbrachten wir in der christlichen Freizeitstätte in Reudnitz am Werdauer Wald. Das ist eine behindertengerechte Einrichtung mit Sporthalle und einem tollen Schwimmbad der Superlative.

Wer will kann schon früh ab 7:00 Uhr im Bad schwimmen und seine Wassergymnastik betreiben. Ab 7:45 Uhr wurde die Andacht für den Tag über die Zimmerlautsprecher verkündet und ab 8:30Uhr stand das reichhaltige Frühstücksbuffet bereit. Wer wollte, konnte vorher noch, zur stillen Zeit mit Gebetsrunde, geistliche Nahrung zu sich nehmen.

Nach dem Frühstück waren wir im Gemeinschaftsraum zum Singen und Beten. Die kleinen Kinder verbrachten in der Kinderstunde die Zeit mit basteln, malen und hörten Geschichten aus der Bibel. Die Erwachsenen und Jugendlichen trafen sich mit unserer Pfarrerin Ulrike Lange zur Bibelarbeit zum Thema „Das Reden Gottes in der Weihnachtsgeschichte“. Erfreulich war, dass auch viele Jugendliche der Jungen Gemeinde mit dabei waren.

Der Nachmittag war zu freien Verfügung. Es standen einige Angebote zum Zeitvertreib zur Auswahl, aber die Meisten von uns zog es auf den Weihnachtsmarkt.

Am Abend traf man sich zu einer geselligen Runde mit Vorträgen, Gedichten, Musikstücken, Spielen und Beten. Im Anschluss daran gab es leckere Knabberreien, Süßes, Salziges, Obst und Glühwein und gute Gespräche in weihnachtlich geschmückten Räumen. Natürlich durften die Kinder an diesem Abend etwas länger aufbleiben.

Am Sonntagmorgen fand ein Familiengottesdienst zusammen mit der Gemeinde Reudnitz statt, den wir gestalteten und Pfarrerin Lange die Predigt hielt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde die Heimreise angetreten.

Wir freuen uns schon auf die nächste Freizeit 2020 in Burkhardtsgrün in der Familienfreizeitstätte HERR – BERGE.

Gabriele Schill

Gemeinsames Mittagessen am 2. Advent in Gesau

Eine schöne Tradition ist am 2. Advent ein gemeinsames Mittagessen im Gemeindezentrum nach dem Gottesdienst. Es kommt Alt und Jung zusammen und genießt die Gemeinschaft.

Schon der Gottesdienst war ein solches Gemisch, mit Musik von der Jugend und Musik mit der Orgel. Im Gemeindezentrum dann der filmische Jahresrückblick, leckeres Essen und kleine Präsente als Dankeschön an alle Ehrenamtlichen.

Auch 2019 war wieder ein Jahr mit vielen Ereignissen, die uns immer wieder lehren: Alles hat seine Zeit.

Wir freuen uns, dass unsere Gemeinde lebt. Das so viele hier unterwegs sind und sich einbringen. Ja, es gibt immer viel zu tun, doch Leben hat seine Zeit, Arbeiten hat seine Zeit und Feiern hat auch seine Zeit. Und wir haben die Adventszeit gefeiert und uns miteinander und aneinander gefreut und uns gemeinsam auf das kommende Weihnachtsfest vorbereitet.

Herzlichen Dank an alle Mitorganisatoren.
Katrin Rödenbeck

Fortsetzung Geschichte in Geschichten

Am 2.3.1919 hielt Oberkonsistorialrat Sup. Dr. Dr. Franz Költzsch(1861-1927) bei der Ordination seines Sohnes Gustav Friedrich Költzsch(1890-1957) in der St.Andreas Kirche Gesau diese Predigt. Im Mai 2019 meldete sich die Tochter des langjährigen Zwickauer Superintendenten und Ehrenbürgers der Stadt Zwickau Günther Mieth bei mir. Sie hatte im Nachlass ihres Vaters die erwähnte Predigt gefunden. So gelangte der 100 Jahre alte Schreibmaschinendurchschlag dieser Rede wieder nach Gesau. Heute folgt Teil 3 der Ordinationspredigt.

Kirche St. Andreas in Gesau um 1920

Kirche St. Andreas in Gesau um 1920

… Ein zweites Wort? Das ist die Epistel des heutigen Sonntags Estomihi, 1. Korinther 13: Diese Königin unter den Episteln, das hohe Lied der Liebe. Wie es anhebt: Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete, so wäre ich ein tönend Erz und eine klingende Schelle. Wie es als seine Mitte hat: Die Liebe höret nimmer auf. Wie es schließt: Glaube, Hoffnung, Liebe, aber die Liebe unter ihnen die Größte.

Es ist Dein großes Schriftkapitel schon immer gewesen, mein lieber Fritz. Von zarter Kindheit an war es Deine Überzeugung, die Menschen müssten sich lieben und in Liebe vertragen und verstehen, und in solcher gegenseitiger Liebe würden sie glücklich sein. Dafür hast Du Dich eingesetzt mit Deiner Person, Deinem Leben und Wesen, Deiner ganzen inneren und äußeren Kraft. In Deinem Elternhause – ich darf es einmal aussprechen in diesem feierlichen Augenblick – warst Du der unwandelbar Freundliche, Herzensgute, Hilfsbereite und wir, die Eltern und Dein Bruder, haben uns daran gefreut, wie man sich freut an Sonne und Frühling. Und in der Schule warst Du der Gleiche. Auf der Universität. Draußen im Feld- mit den Freunden und Kameraden jeden Bissen und jede Not teilend. Und wir haben uns gefreut, dass Dir auch durch Spott und Verkennung hindurch immer nur die Herzen zuflogen. Ich weiß es, mit Deinem Wesen wird Dirs auch in aller Zukunft gelingen. Viele haben die Liebe verlernt. Sie sind verbittert. Du lässt dich nicht irre machen. Gerade ein verirrtes Volk braucht doppelte Liebe. Und manche Menschen, die in ihrem Wesen und Treiben uns so unverständlich erscheinen, werden uns dann erst verständlich, wenn wir erfahren, dass sie niemals in ihrem Leben vielleicht wirkliche Liebe erfahren haben. Das Feld war Dir gezeigt, auf dem Du stehen, bauen, arbeiten und kämpfen sollst. Die Estomihi -Epistel reicht Dir das Werkzeug zum Bau, und die Waffe zum Kampf, die Liebe. Lass es Dein Wort heute von neuem wieder werden, das Sieghafte, Große; Glaube, Hoffnung, Liebe, aber die Liebe die Größte.

(aus der Ordinationspredigt für seinen Sohn von Oberkonsistorialrat Sup. Dr. Költzsch)

Christiane Scheurer

1. Teil von „Geschichte in Geschichten“
2. Teil von „Geschichte in Geschichten“

  1. Wahlen 2020
  2. Ich glaube, hilf meinem Unglauben
  3. Gemeindebote 2020 Februar/März
  4. Kirchenbau Niederschindmaas
  5. Israelabend
  6. Der breite und der schmale Weg
  7. Fortsetzung Geschichte in Geschichten