Konzert der Chöre „One World Singers“ aus Denver und des „Georgius-Agricola-Chors Glauchau e.V.“ in der St. Andreas Kirche Gesau

Am 24. Juni, der Johannisnacht, erwartet die Besucher in der Kirche zu Gesau ein besonders Erlebnis der Chormusik. Zu Gast in Glauchau ist der Chor „One World Singers“ aus Denver, Colorado. Im Rahmen einer Europareise besuchen die Sänger aus den USA auch Glauchau und Waldenburg. Wie kommt ein Chor aus dem fernen Amerika dazu, gerade hier in unserer Heimat Station zu machen und dazu noch ein Konzert zu geben? Im Sommer 1996 weilte die Chorvereinigung Waldenburg e.V. unter Leitung von Hans Paproth auf Einladung zweier Chöre aus Denver und Minneapolis in den USA. Acht Sängerinnen und Sänger des Georgius-Agricola-Chors Glauchau e.V. hatten das Glück, mitreisen zu können. Diese Konzertreise war für alle Teilnehmer aus unseren beiden Städten unvergesslich und oft schwelgen wir in den Erinnerungen an die Erlebnisse in Denver, Colorado Springs, Chicago und Minneapolis. Neben mehreren Auftritten unseres Chores in verschiedenen Städten und gemeinsamen Feiern mit unseren amerikanischen Freunden war die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum Independence Day ein unvergessliches Highlight.

1999 weilte zum Gegenbesuch der Chor aus Denver in Glauchau und Waldenburg. In der Bartholomäus Kirche zu Waldenburg gab es ein begeistertes Konzert. Auch in der im Bau befindlichen Frauenkirche in Dresden zeigten die amerikanischen Sänger spontan ihr Können.

Die Verbindungen zu unseren Sangesfreunden aus Denver sind trotz der vielen Jahre nie abgebrochen. Private Kontakte bestehen bis heute, obwohl unsere Reise nun schon 20 Jahre zurückliegt. Umso mehr freuen wir uns, dass es im Juni dieses Jahres ein Wiedersehen gibt. Unserem Vorschlag, in der Dorfkirche in Glauchau-Gesau gemeinsam zu musizieren, haben sie sofort zugestimmt. So können wir den Freunden der Chormusik ein besonderes musikalisches Erlebnis bieten. Zu hören sind u.a. Gospel, Spirituals, Choräle und amerikanische Lieder, deutsches Liedgut und Musicalsongs. Ein besonderer Höhepunkt wird bestimmt die gemeinsame Interpretation zweier Spirituals und des Kanons „Dona nobis pacem“ sein.

Wir laden dazu alle musikinteressierten Bürger zum Konzert zur Johannisnacht am 24. Juni in die Gesauer Kirche ein. Der Beginn ist 17.00 Uhr, der Eintritt ist frei. Am darauffolgenden Tag gibt der Chor aus Denver ein weiteres Konzert in Waldenburg.

Rolf Littmann

Bücherbox in Gesau

Bücherbox Gesau

Bücherbox Gesau vor dem Pfarrhaus

Und nun haben wir in Gesau auch noch eine Telefonzelle vor dem Pfarrhaus stehen. Doch diese ist nicht zum Telefonieren gedacht, sondern darin befindet sich eine ständig geöffnete kleine Bücherei. Wir werden gespannt auf Reaktionen warten, ob Euch das gefällt und es rege nutzt. Auch hier: ohne spontanes und kräftiges Zupacken wäre das nicht innerhalb kürzester Zeit möglich geworden. Danke an Raphael, Christian, Christoph, Timo, Uwe, Katrin.

Sanierung der Kirche Niederschindmaas läuft – Zimmerleute reparieren Kirchendach

Für alle Einwohner und Besucher von Niederschindmaas ist es weithin sichtbar: Die Großreparatur des Kirchendaches ist in vollem Gange.

Zurzeit haben die Zimmerleute der Firma Schlegel & Franke alle Hände voll zu tun, etwa um die Stahllaschen an den Deckenbalken zu entfernen, die Mauerkrone zu sichern, Schwellen zu verlegen und die geschädigten Deckenbalken instand zu setzen. Am Bereich des Chores sind die Arbeiten schon so weit fortgeschritten, dass das Dach komplett zugeschalt und vorgedeckt wurde. Der geschädigte Teil der Kassettendecke im Inneren des Kirchenschiffs ist abgenommen, um zu untersuchen, wie weit der Schwamm vorgedrungen ist. Da beim Reparieren und Ausbau Schäden zum Vorschein kommen, die nicht immer vorhersehbar waren, sind wir für die Sanierung der Kirche weiter auf Spenden angewiesen. Diese können im Büro der Kirchengemeinde abgegeben oder unter dem Kennwort Kirche Niederschindmaas auf das Gemeindekonto überwiesen werden:

Gern stellt die Kirchengemeinde über Ihre Spende eine Bescheinigung fürs Finanzamt aus.

Festliche Orgelweihe am 28. August

Kirchengemeinde Dennheritz sagt allen Unterstützern Danke

Die neuen Zinnpfeifen der Dennheritzer Orgel glänzen nach außen hin bereits deutlich sichtbar, doch im Innern der Orgel laufen die Arbeiten noch auf Hochtouren. Dennoch sollten sich alle Gemeindemitglieder und Unterstützer der Orgelsanierung den 28. August um 15:00 Uhr schon fest im Kalender vormerken.

Dann soll das historische Instrument erstmals wieder in seiner ganzen Pracht erklingen. Dafür ist es gelungen, eine Koryphäe der Orgelmusik zu gewinnen: Professor Matthias Eisenberg. Er war in den 80er Jahren Organist am Leipziger Gewandhaus und ist bis heute ein bundesweit gefragter Orgelvirtuose. Der 60-Jährige hat etliche CDs aufgenommen, so etwa das gesamte Orgelwerk Johann Sebastian Bachs. Zudem gilt er als Meister der Improvisation. Mit dem Konzert möchte sich die Kirchengemeinde bei allen Mitwirkenden und Unterstützern der Orgelrestaurierung bedanken. Deswegen wird der Eintritt frei sein und lediglich am Ausgang um eine Kollekte für die kirchenmusikalische Arbeit gebeten.

In den vergangenen Monaten gab es Anfragen zu den nicht mehr benötigten, alten Prospektpfeifen. Der Kirchenvorstand hat beschlossen, sie gegen einen Obolus abzugeben. Mit etwas Kreativität lassen sich damit außergewöhnliche Blumenarrangements, Regale, Garderobenständer und Ähnliches zaubern und die Pfeifen bekommen ein zweites Leben. Recherchen zufolge dürfte ein Richtpreis von 25 Cent pro Zentimeter fair sein – das Geld kommt der Restaurierung zugute. Die Zinkpfeifen stammen laut historischen Akten aus dem Jahr 1921 und wurden damals als Ersatz für die im Ersten Weltkrieg eingeschmolzenen Originalpfeifen eingebaut. Wer Interesse an einer solchen Pfeife hat, melde sich bitte im Büro der Kirchengemeinde oder direkt beim Orgelausschuss unter . Es gibt 31 Stück in Größen von 1,20 bis ca. 2,60 Meter.

Orgel Kirche Dennheritz

Orgel Kirche Dennheritz

Offene Kirche

Ab Mai steht die Gesauer Kirche wieder jeden 1. Mittwoch im Monat von 16.00 bis 18.00 Uhr offen für eine Zeit der Ruhe, des Gebets und der Besinnung:

Ich nehme Platz.
Ich habe Zeit.
Es ist still hier.
Ich spüre den Sitz unter mir,
den Boden unter meinen Füßen.
Ich bin getragen.
Du, Gott, trägst mich.
Danke!

Tankstelle für die neue Woche

Im letzten Beitrag habe ich die Bedeutung der großen Festtage im März erwähnt. Im Mai haben wir wieder zwei wichtige Feste – Himmelfahrt und Pfingsten. Wer sich im Kirchenjahr auskennt, weiß, dass nicht nur die großen Feste uns etwas über Gott und über uns mitteilen, sondern dass jeder Sonntag unter einem ganz besonderen Thema steht. Jeder Sonntag zeigt uns etwas Wichtiges über Gott und etwas Wichtiges über uns.

Jeder Sonntag ist ein Feiertag u.a.deshalb, weil er uns etwas über die Größe Gottes mitteilt, aber auch darüber, wie Gott unser Leben reich machen will.
Jeder Sonntag ein Fenster zum Himmel, eine Tür zu uns selbst und zu unserem Nächsten. Einige dieser Türen, durch die uns Gott an den kommenden Sonntagen einlädt, sind zum Beispiel:

  1. Sonntag nach Ostern – Wir sind zu einer großen Hoffnung berufen.
  2. Sonntag nach Ostern – Jesus will unser guter Hirte sein.
  3. Sonntag nach Ostern – Jubilate: Jesus gibt unserm Leben eine neue Dimension – der Himmel berührt unsere kranke Erde.
  4. Sonntag nach Ostern – Kantate: Die singende Gemeinde.
  5. Sonntag nach Ostern – Rogate: Unser Gebet ist kein Selbstgespräch, sondern Kraftquelle für den Alltag. Himmelfahrt: Die Welt ist sich nicht selbst überlassen, sondern Jesus ist der Herr.
  6. Sonntag nach Ostern – Die Gemeinde wartet auf das Geschenk des Heiligen Geistes.

Und zu Pfingsten feiern die Christen, dass Gott ihnen seinen Geist gibt, um diese Welt zum Guten zu verändern. Es gibt wohl kaum Christen, die sich dieser Geschenke allein zu Hause vergewissern. Deshalb sind alle eingeladen, Sonntag für Sonntag sich der großen Geschenke Gottes zu erinnern und sie mit in den Alltag zu nehmen. Der Sonntag soll die Tankstelle für die folgende Woche sein. Der Sonntag zeigt uns Menschen, dass wir mehr sind als das Ergebnis unserer Arbeit und Mühen.

Ob wir unsere Sonntage angemessen verbringen, kann jeder anhand von drei Fragen selbst prüfen:

  1. War Zeit für Gott?
  2. War Zeit für mich?
  3. War Zeit für andere?

Wenn wir auf diese drei Fragen mit Ja antworten können, dann ist der Sonntag ein kleines Fest, für uns und für die, für die Zeit war. Nach jüdischem Verständnis bekommt der Mensch, wenn er den Sabbat hält, ihn zum Ruhe- und Feiertag macht, hohen Besuch. Am Beginn des Sabbatgottesdienstes drehen sich alle Anwesenden in Richtung Tür und begrüßen die Königin Sabbat. Damit geben sie diesem Feiertag eine Würde, die kein Volksfest und kein Fernsehprogramm geben kann. Dieser Tag gab sogar dem letzten Knecht etwas von seiner Menschenwürde zurück. So kann und soll der Sabbat, der Sonntag, uns daran erinnern, dass wir Gottes Gegenüber sind, dass Gott sich Zeit mit seinen Kindern wünscht und uns vom Druck der Arbeit, dem Rennen im Hamsterrad, dem Leistungsdruck befreit. Jeder Sonntag – ein Festtag. Jeder Sonntag – ein Ruhetag. Jeder Sonntag – ein der Tag mit Würde. Jeder Sonntag – ein kleines Fest der Befreiung. Wenn das keine Gründe zum Feiern sind! Und Sie sind jeden Sonntag dazu eingeladen in unsere Gemeinden!

Es grüßt und freut sich auf Sie Ihr Pfarrer Franke

Bibelwoche 2016: Neue Worte aus alter Zeit

In diesem Jahr ist eines der unbekannten Bücher der Bibel. Sacharja gehört zu den sogenannten „kleinen Propheten“ und die Zeit seines Wirkens war vermutlich zwischen 522- 515 v.Chr. Wie alle biblischen Texte sind es zwar alte Texte, die aber oft, wenn man versucht, ihre Schätze zu heben, von ungeahnter Aktualität sind. So wollen wir uns in der Zeit zwischen dem 28.02.16 und dem 13.03.16 mit diesem eher unbekannten Propheten und seiner Botschaft auseinandersetzen.

Wir wollen es wie in den letzten Jahren halten. Die Gottesdienste werden jeweils Sacharjatexte im Blick haben und in den Wochen wollen wir uns an zwei Abenden treffen. Und doch ist etwas neu. Wir wollen auch die neuen Gemeinden mit in den Blick nehmen. Bei dieser Gelegenheit lernen wir nicht nur einen unbekannten Propheten kennen, sondern uns auch gegenseitig in den Gemeinden des Schwesternkirchverhältnisses.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Terminliste

Gott ist Liebe

Es gibt kaum etwas, wonach sich jeder Mensch welchen Alters auch immer, so sehr sehnt wie danach, geliebt zu werden. Nichts scheint so leicht zu sein, wie einen Menschen zu lieben, aber zugleich scheint nichts so schwer zu sein, wie einen Menschen zu lieben. Jeder Tag ist voller Chancen, andere zu lieben, aber wohl kaum jemand nimmt alle Chancen wahr.

Bei fast allen Problemen dieser Welt wäre die Liebe eine Antwort, nicht die einzige, aber eine, die Menschen in die richtige Richtung bringen könnte, die helfen würde, andere besser zu verstehen, eine Antwort, die das Konfliktpotential mindern würde. Man kann sich das im Kleinen wie im Großen vorstellen: diesem Konflikt ….. mit Liebe begegnen, diesen Konflikt …. ohne Liebe lösen. Die Liebe wird immer dazu beitragen, den anderen besser zu verstehen. Wo die Liebe aufhört, hört das Verstehen auf, im Kleinen wie im Großen. Nichts tut so gut wie, geliebt zu werden. Aber auch: Nichts erleichtert mehr als, geliebt zu haben.

Vieles, was Menschen tun, ist entweder Ersatz für verweigerte Liebe oder es ist der Schrei nach Liebe in unendlich vielen Varianten. Die möglichst ständige Präsenz in den digitalen Räumen ist einer und viele warten auf ihre täglichen „likes“. Wer geliebt werden möchte, der sollte sich einmal nach den Liebeserklärungen Gottes umsehen. Die Schöpfung ruft uns sein „like“ in unzähligen Varianten zu. Er hat seine Postboten seiner Liebesbriefe ( das sollten wir Christen sein). Und dies sagt er uns im dicksten Liebesbrief, der je geschrieben wurde, der Bibel. Alle großen kirchlichen Feiertage sind Zeichen und Botschaften dieser Liebe Gottes.

Wie sehr uns Gott liebt, das zeigen die Feiertage in unseren Monaten: Gründonnerstag – Jesus macht sich für die Seinen zum Diener. Karfreitag – Jesus nimmt alles auf sich, was Menschen und ihre Beziehungen zerstört.

Ostern – Jesus triumphiert über den Tod, öffnet den Himmel und zeigt den Menschen, dass er sie für immer, für alle Ewigkeit, bei sich haben will.

Wenn dies keine Zeichen einer ganz großen Liebe sind, was sollte dann Liebe sein!

Es ist nicht immer leicht, andere zu lieben. Alle Welt lässt sich oft leichter lieben als die Menschen, mit denen man unter einem Dach lebt oder mit denen man die Arbeitsstelle oder die Nachbarschaft teilt. Es gibt eine große Hilfe, andere zu lieben: Selbst geliebt zu werden. Wer geliebt wird, dem fällt es oft leichter, auch andere zu lieben. Dass dies in einer Kirchgemeinde möglich sein sollte, das zeigt der Monatsspruch vom März:

„Jesus Christus spricht: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe.“ (Joh. 15,9)

Der Apostel Johannes gibt an anderer Stelle die kürzeste Definition dafür, wer und wie Gott ist. Er schreibt: „Gott ist Liebe.“

Um in der Liebe Gottes zu bleiben, hat Gott uns in eine große Herausforderung gestellt: seine Gemeinde. Die Gemeinde Jesu soll nach Gottes Vorstellungen das Alternativprogramm zu einer egozentrischen Welt sein. Seine Gemeinde soll eine Gruppe von Liebenden sein. Wer zu einer Gemeinde gehört, weiß, wie hoch die Latte hängt und wie schwer es ist, dies konkret zu leben. Aber welche Alternativen haben wir?

Die gemeinsame Feier des Abendmahles ist jedes mal ein gemeinsamer Neuanfang. Gott gibt uns die Chance, mit ihm neu anzufangen und er gibt uns die Chance, miteinander neu anzufangen.

Gründonnerstag, Karfreitag, Ostern – die Zeichen der Liebe Gottes zu uns. Der gedeckte Tisch mit den Ostereiern ist schön, aber der gedeckte Tisch zum Abendmahl ist die größere Einladung, weil sie Gottes Einladung ist.
Martin Luther hat dieses Gottesbild in einem schönen Satz zusammengefasst.

„Gott ist ein glühender Backofen voller Liebe.“ (Martin Luther)

Wer darin sein Brot bäckt, wird satt und kann anderen davon abgeben.
Lassen Sie sich einladen an den reich gedeckten Tisch Gottes!

Es grüßt Sie herzlich Ihr Pfarrer Franke