Der sächsische Gemeindebibel- und Jugendbibeltag 2016 findet wieder am 31.Oktober 2016 in der Sachsenlandhalle in Glauchau statt.
Archiv des Autors: root
Dennheritzer Orgel erklingt neu
Großes Festkonzert am 14. Oktobe
Unter der Überschrift „Die Königin ist krank – Dennheritzer Orgel muss saniert werden“ hat der Orgelausschuss vor mehr als zwei Jahren im Gemeindeboten Alarm geschlagen. Grund war der Zustand der historischen Bärmig-Orgel. Nun steht das Restaurierungsprojekt kurz vor dem Abschluss, und die Orgel wird am 14. Oktober wieder feierlich in Dienst genommen. Zu dem Festkonzert mit dem renommierten Orgelvirtuosen Matthias Eisenberg sind alle Unterstützer und Gemeindemitglieder herzlich eingeladen.
In dem Artikel hieß es damals: „Auch wenn sie nach außen hin auf den ersten Blick durchaus eine passable Figur macht – der altersbedingte Verschleiß ist an vielen Stellen sicht- und hörbar. Tasten klappern und sind schwergängig, einige Pfeifen, ja ganze Register sind so verstimmt, dass sie nicht mehr benutzt werden können.“ Seither wurden Anträge auf Fördermittel geschrieben, im Ort um Spenden geworben, Benefizkonzerte organisiert, Details der notwendigen Arbeiten besprochen, und schließlich ist das klingende Denkmal Ende 2015 ganz verstummt, damit die Arbeiten losgehen können. Danach wurde das Instrument weitgehend in seine Einzelteile zerlegt, um sie jeweils zu überarbeiten und zu erneuern. Im September ist die beauftragte Orgelbaufirma Bochmann aus Kohren-Sahlis nun auf die Zielgerade eingebogen und hat mit der Intonation begonnen – sozusagen das klangliche Feintuning der Orgel.
Dank einer überwältigenden Unterstützung vieler Spender aus dem Ort, aber auch der Landeskirche, dem Denkmalschutz, der Kommune, der Sparkasse Zwickau und der Stiftung Orgelklang wurden am Ende sogar mehr Arbeiten realisiert, als Orgelausschuss und Kirchenvorstand anfangs für möglich gehalten hatten. Waren zunächst nur Sanierungsarbeiten geplant, die die Funktionstüchtigkeit des Instruments erhalten sollten, konnte das Projekt so erweitert und Arbeiten, die möglicherweise in späteren Jahren angefallen wären, mit aufgenommen werden.
Neben dem Austausch zweier Register, wodurch die Dennheritzer Orgel wieder näher an ihre ursprüngliche Klangfarbe gerückt wird, gehört dazu auch das Ersetzen der Prospektpfeifen. Die ursprünglichen Pfeifen waren im ersten Weltkrieg zur Rüstungsproduktion eingeschmolzen worden. An ihrer Stelle wurden 1921 minderwertigere Zinkpfeifen eingesetzt. Dieser Makel wurde nun behoben. Der Betrachter erkennt dies nicht nur äußerlich durch die glänzenden Pfeifen auf dem Prospekt; auch klanglich wurde die Orgel damit aufgewertet, wie Fachleute bescheinigen. Und es ist gelungen, die historische Balganlage zu reaktivieren. Sie ist quasi die Lunge der Königin und gibt ihr Kondition und Stimmgewalt. Zuletzt war nur noch einer von drei Kastenbälgen in Betrieb, der von einem Motor aufgeblasen wurde. Künftig sorgen nun wieder alle drei Originalbälge für Wind – allerdings ohne, dass dafür wie einst menschliche Balgtreter hinter der Orgel schwitzen müssen. Dies besorgen nun drei Motoren, die die einzelnen Bälge aufziehen. Auf diese Weise wurde nicht nur die ursprüngliche Funktionsweise des klingenden Denkmals wiederhergestellt und Originalsubstanz erhalten – nach Auskunft der Fachleute sorgt dies auch für eine gleichmäßigere Luftzufuhr und klangliche Aufwertung des Instruments. Und übrigens: Sollte einmal der Strom ausfallen, so können nach Auskunft der Orgelbauer die Bälge trotzdem manuell per Hand betätigt werden.
Die Kosten des Orgelprojekts summieren sich nunmehr auf etwa 73.000 Euro. Die Hälfte davon konnte durch Spenden, Benefizaktionen und Eigenmittel der Kirchengemeinde aufgebracht werden. Fast 30 Prozent steuert die Landeskirche Sachsen bei, weitere 13 Prozent der Denkmalschutz. Neben weiteren Zuschüssen von Kommune und Stiftung Orgelklang wurden einige Arbeiten auch in Eigenleistung erbracht.
Für diese breite Unterstützung möchten sich Orgelausschuss und Kirchengemeinde mit einem Festkonzert bedanken, zu dem alle, die zum Gelingen der Orgelrestaurierung mit Spenden, Expertise und tatkräftigem Anpacken beigetragen haben, ganz besonders eingeladen sind. Dazu wird die Orgel am 14. Oktober um 19.30 Uhr erstmals seit rund zehn Monaten wieder erklingen. Als Gastorganist wird der Virtuose Matthias Eisenberg in die Tasten greifen. Aufgrund seines Renommees ist damit zu rechnen, dass viele Musikliebhaber auch aus dem Umland nach Dennheritz kommen werden – wer sich einen guten Platz sichern will, sollte also nicht erst auf die letzte Minute kommen. Die Kirche ist ab 19.00 Uhr für Besucher geöffnet. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, es wird am Ausgang eine Kollekte für die musikalische Arbeit der Kirchengemeinde gesammelt.
Links:
- Dennheritzer Orgel bleibt länger stumm
- Festliche Orgelweihe am 28. August
275 Jahre Kirche St. Andreas Glauchau-Gesau
Kirche ist und bleibt im Dorf
Unser Gemeindefest anlässlich dem 275-ten Geburtstag unserer Kirche in Gesau liegt nun schon wieder einige Zeit zurück. Dankbar blicken wir auf die Tage Anfang September zurück. Vieles war vorzubereiten, zu organisieren, aufzubauen und einzukaufen. Dank vieler fleißiger Hände, rauchender Köpfe und natürlich mit Gottes Hilfe können wir jetzt sagen: Es ist gelungen, es waren schöne Festtage und Gott schenkte uns wundervolles Wetter dazu.
Zunächst nutzten viele Besucher den Donnerstagabend um den aufrüttelnden Film „Gott ist nicht tot“ zu sehen.
Freitagabend war die Kirche wieder voll: Der Israel-Abend mit Michael Schneider zog Besucher aus einem großen Umfeld an, da waren Gäste aus dem Erzgebirge, aus Thüringen und natürlich aus unserer Gemeinde. Durch den Vortrag und die Schabbat-Feier bekamen wir einen Einblick vom Leben in Israel und Gottes Wirken in diesem Land.
Die Andacht um 14.00 Uhr eröffnete am Sonnabendnachmittag das Programm. Am Ende der Andacht ließ unser Diakon die Orgel erklingen. Vor der Kirche standen bereits die Zelte für das Kaffeetrinken bereit. Kuchen gab es dank der fleißigen Bäckerinnen reichlich, 25 Kuchen waren da.
Die Kinder konnten an einer spannenden Kirchenführung teilnehmen, es gab natürlich auch eine für die „Großen“. Die Bläser spielten, es gab verschieden Stände, an denen man u. a. Kunsthandwerk, selbstgemachte Liköre und Bücher kaufen konnte. Für die Kinder gab es noch ein Märchenzelt, ein Schminkstand (den nutzten auch einige „große Kinder“) und natürlich die Feuerwehr.
Zu bestaunen gab es auch kunstvoll geschnitztes Obst und Gemüse – eine Augenweide.
Inzwischen rauchte der Grill, Roster und Steaks wurden fertig, den Durst konnte man am Getränkewagen mit Limo und Bier löschen.
An diesem herrlichen Tag war es ein ständiges Kommen und Gehen.
Abends fand das Konzert von Lutz Scheufler „Nicht ohne meine Gitarre“ statt. Wieder war die Kirche voll. Die Texte waren eindrücklich, erzählten von Gottes Wirken und seiner Liebe und Treue; und das Gitarrenspiel war toll.
Nach dem Konzert nutzten noch etliche die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen oder einfach die laue Nacht zu genießen.
Die Kinder, welche in der Kirche mit unserem Diakon übernachten wollten, waren lange nicht zur Ruhe zu bringen, doch schließlich zog Frieden ein.
Den Abschluss unserer Festtage bildete der Festgottesdienst am Sonntag mit unserem Pfarrer. Im Anschluss wurde bei Kaffee und Kuchen noch miteinander geredet und gelacht.
Wir alle sind sehr dankbar für die schöne Zeit. Ein herzliches Dankeschön an die Vielen, die mit Taten und Spenden geholfen haben: Kuchenbäcker, Bäcker und Fleischer unseres Dorfes, der Bürgerverein, die Feuerwehr, die Helfer aus der Gemeinde, den Leuten, die die Stände betreut hatten und vielen, vielen mehr. Und wie schon in den alten Kirchenblättern stand: „Manches gottgefällige Opfer war geleistet worden nicht nur an Geld, sondern auch an Zeit und ungesehener Mühe und Arbeit (freiwillige Gänge, Fuhren, Lieferung von Material, Beaufsichtigung der Arbeiten ..) … möge unsre Gemeinde immerdar zunehmen an dem Werk des Herrn, und möge es ihr nie fehlen an Gliedern, die Glauben halten und Treue bewahren dem Herrn und seiner Kirche!“ DANKE und AMEN
Katrin Rödenbeck
Konzert Lutz Scheufler – Nicht ohne meine Gitarre
Konzert Scheufler – Nicht ohne meine Gitarre am 03.09.2016 um 19:00Uhr in der St. Andrea Kirche Glauchau-Gesau.
Gottes Liebe unter die Menschen tragen
Woran merkt man, dass man geliebt ist? Da gibt es sicher eine Menge Möglichkeiten. So wie es unterschiedliche Sprachen für die Kommunikation gibt, so gibt es auch unterschiedliche Sprachen der Liebe. Leider sprechen und verstehen viele nur ihre eigene. Deshalb kommt die Liebe oft nicht an!
Hier nur einige dieser Sprachen:
- Wertschätzung
- den Anderen ansehen und vor allem das Gute bei ihm sehen
- den Anderen kennenlernen, erkennen, nie mit ihm fertig sein
- beim Anderen Gaben sehen und fördern
- den Anderen nie klein, sondern groß machen
- den Anderen nicht festlegen auf das, was war
- Zeit haben füreinander
- verzeihen und neu anfangen
- den Anderen beschenken mit Geschenken, die von Herzen kommen
- Zweisamkeit – nichts und niemand ist mir jetzt wichtiger als Du
- Zärtlichkeit
- Hilfsbereitschaft
- man will den geliebten Menschen in seiner Nähe haben.
Nun sagt Gott in seinem Wort an sehr vielen Stellen, dass er seine Menschen liebt, ja dass Gott die Liebe ist. Der Monatsspruch für September bringt dies zum Ausdruck:
„Gott spricht: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.“ (Jeremia 31,3)
Gott liegt an jedem Menschen, aber er lässt ihm die Freiheit, seine Liebe anzunehmen oder abzulehnen. Liebe ohne Freiheit ist keine Liebe. Kein Mensch spricht alle Sprachen und niemand alle Sprachen der Liebe. Nur Gott spricht sie alle. Nirgendwo werden diese Sprachen so umgesetzt wie bei seinem Sohn Jesus. Seit Pfingsten ist es Gottes Strategie, dass seine Jünger, seine Gemeinde, seine Liebe unter die Leute bringen. Wie nahe eine Gemeinde an Gott und seinem Wort ist, zeigt sich unter anderem daran, dass sie ein Ort der erfahrbaren Liebe Gottes ist. Leider sind Christen oft ihrer Umwelt diese Liebe schuldig geblieben. Aber so wie Gott die Welt, die seine Liebe nicht will, nie aufgegeben hat, so hat er auch seinen Wunsch nicht aufgegeben, die Menschen durch seine Gemeinde mit seiner Liebe zu erreichen.
Wenn wir in Gesau den 275. Jahrestag unserer St. Andreas Kirche feiern, dann ist da ganz viel Grund zur Dankbarkeit, dass Gott unsere Gemeinde so lange erhalten hat. Aber da ist auch die zukünftige Herausforderung an uns Christen, dass Gott jeden von uns gebrauchen möchte, dass seine Liebe zu den Menschen kommt. Gott möchte jeden von uns gerne zu sich ziehen, weil er uns liebt, und Gott möchte durch jeden von uns gerne auch die Anderen zu sich ziehen, weil er auch die Anderen liebt.
Seien Sie herzlich eingeladen zu den Festveranstaltungen, aber auch zu den regulären Gruppen, Kreisen und Gottesdiensten – und tragen Sie mit dazu bei, dass Gottes Liebe zu uns und unter die Leute kommt.
Matthias Franke
Festprogramm zum Jubiläum – 275 Jahre St. Andreas Kirche Glauchau
In Gesau steht ein großes Ereignis ins Haus: die 275-Jahr-Feier unserer Kirche St. Andreas. Das Gotteshaus wurde im September 1739 begonnen zu bauen und im November 1741 fertiggestellt und geweiht. Bei dem Bau handelt es sich um einen Erneuerungsbau als Nachbildung der Mutterkirche St. Georgen zu Glauchau.
In alten Unterlagen geblättert
Der Kirchenbau kostete laut genau geführter Rechnung 2669 Taler, 11 Groschen und 11 Pfennige. In den alten Kirchennachrichten stand zu dieser Zeit folgendes:
Unser Gotteshaus ist im Jahre 1740 und 1741 auf der Stelle des veralteten von Grund aus ganz neu erbaut. Die hierzu erforderlich gewesenen Steine sind bei strenger Winterkälte 1739 und 1740 auf dem damals stark zugefrorenen Muldenflusse größtenteils aus den bei Zwickau liegenden Steinbrüchen herbeigeschafft worden, wobei die ganze Kirchfahrt Gesau, Höckendorf und Schönbörnchen die dazu nötigen Frohnfuhren und Handarbeiten willig leistet. Unverkennbar zeigte sich schon damals beim Bau der Kirche ein frommer und reger Sinn in der Gemeinde, was aus dem hier beifolgenden Verzeichnisse derjenigen Wohlthäter zu ersehen ist, welche zu jener Zeit teils mit Geld und anderen wertvollen Andenken die Kirche beschenkten: Georg Engel, Christoph Eger, Georg Reichenbach, Matthäus Dreisel, Georg Keller, Thomas Eger, Georg Weber, Christoph Hecht, Friedrich Flehmig, Michael Reichenbach, Georg Prüstel, Georg Schwarzenberg, Jacob Weber und Maria Rosine verw. Rabe – sämmtlich Gemeindeglieder – schenkten der Kirche 22 Thlr. 12 Gr., die Frau von Weisbach auf Thurm den mehrfach erwähnten Taufengel. Einige christliche Personen schenkten dem geheiligten Gebäude ein Evangelienbuch nebst Agende, Neumeisters Sabbaths-Arbeiten und dessen Predigtbuch über die Episteln, ein Crucifix, ein blaues Tuch mit gelben Borten über das Pult, ein paar Leuchter mit Wachskerzen auf den Altar, letztere zum ersten Mal ersetzt 1833 durch 2 neue Altarleuchter, gestiftet von dem hiesigen Pferdebauer und Gerichtsschöppen Johann Samuel Schwarzenberg, wozu der Pferdebauer und Gerichtsschöppe Johann Adam Gottlieb Schwarzenberg in Höckendorf und der Pferdebauer Johann Gottlieb Engelmann daselbst ein Paar Wachskerzen stifteten, zum zweiten Male aber ersetzt a. 1885 durch zwei neue stilvolle Altarleuchter zum Preise von 100 Mark, gestiftet aus Anlaß der Geburt eines gesunden Töchterchens von Herrn Gutsbesitzer und Kirchenvorsteher Hermann Engelmann in Höckendorf. Endlich schenkte der Herr Graf Otto Ernst von Schönburg das Schloß an der großen Kirchenthür. Zugleich ward in diesem Jahre ein neues Kreuz beschafft, „denen Leichen vorzutragen“ für 1 Thlr. 12 Gr.
Es wird weiter berichtet, dass im Jahre 1788 die Orgel angeschafft wurde. 1794 erhält die Kirche eine neue Kanzeluhr, zum Preise von 8 Thlr., wozu die Gemeinde die Hälfte beiträgt, gekauft von Johann Christoph Fels in Glauchau. „Die Uhr ging 1 Stunde und schlug die Viertelstunden zur Erinnerung für den Prediger, damit er es nicht zu lange mache.“
Der kleine Ort Gesau besaß schon vor der Reformation eine Kirche, das bezeugt die Beschriftung der Glocken mit den Jahreszahlen 1478 und 1508. Auf einem alten Taufstein war die Jahreszahl 1299 zu erkennen.
Einladung
Es gab und gibt in Gesau eine kleine aber feine Kirche. Und nun wird der Neubau 275 Jahre jung. Darüber freuen wir uns und wollen feiern. Im Zeitraum vom 1. bis 4. September findet in und um die Kirche St. Andreas ein Gemeindefest statt, zu dem wir Sie alle herzlich einladen. Das Festprogramm dazu finden Sie in diesem Gemeindebote. Bringen Sie gern Ihre Bekannten und Freunde mit. Zeigen wir auch heute unseren regen und frommen Sinn. Die Vorbereitungen auf dieses Fest laufen auf Hochtouren. Wie immer benötigen wir auch hier fleißige Hände, die beim Auf- und Abbau oder Kuchenbacken helfen. Bitte melden Sie sich in der Kanzlei .
„Manches gottgefällige Opfer war geleistet worden nicht nur an Geld, sondern auch an Zeit und ungesehener Mühe und Arbeit (freiwillige Gänge, Fuhren, Lieferung von Material, Beaufsichtigung der Arbeiten ..)“, hieß es schon in der alten Ausgabe der Kirchennachrichten und weiter: „… möge unsre Gemeinde immerdar zunehmen an dem Werk des Herrn, und möge es ihr nie fehlen an Gliedern, die Glauben halten und Treue bewahren dem Herrn und seiner Kirche!“
Katrin Rödenbeck
Dennheritzer Orgel bleibt länger stumm
Eigentlich sollte die Dennheritzer Orgel am 28. August bei einem festlichen Konzert erstmals seit Monaten wieder erklingen. Ende Juni wurde allerdings klar, dass der ursprünglich vom Orgelausschuss eingeplante zeitliche Puffer für die Restaurierung nicht ausreichen wird. Grund sind unerwartet lange Lieferzeiten für die Motoren der neuen Balgaufzugslange. Erst nach deren Einbau können die rund 1000 Pfeifen final intoniert werden. Als neuen Termin für das Ende der Restaurierung hat die Orgelbaufirma Bochmann nun Ende September genannt. Angesichts dessen hat der Orgelausschuss einen neuen Einweihungstermin mit Prof. Matthias Eisenberg vereinbart: Freitag, den 14. Oktober, um 19.30 Uhr. Bitte merken Sie sich dies in Ihrem Kalender vor!
Wie schon angekündigt, ist der Eintritt zu dem Konzert frei. Die Kirchengemeinde möchte sich auf diese Weise bei allen Unterstützern der Orgelrestaurierung bedanken.
Vom Fortschritt der Arbeit an dem historischen Instrument haben sich mehrere Fachleute sowie Vertreter des Orgelausschusses und Kirchenvorstandes am 24. Juni bei einer Klangprobe überzeugt. Dabei wurde noch einmal untermauert, dass die Orgel – wie bereits angedacht – eine Aufzugsanlage für die historischen Bälge erhalten soll. Dadurch sollen nicht nur alle drei bereits auf Vordermann gebrachten Original-Bälge wieder in Betrieb gehen, sondern es soll sich auch die Luftzufuhr des Instruments deutlich verbessern.
Andreas Hummel
Pfarrer Frankes Abschied Ende 2016
Liebe Gemeinden,
im Buch „Prediger“ steht im 3.Kapitel eine Erfahrung, die für alle Menschen gut ist, zu berücksichtigen. Da heißt es: „Alles hat seine Zeit und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde“. Dann wird aufgezählt: Aufbauen und abreißen, säen und pflanzen, geboren werden und sterben, klagen und tanzen, behalten und wegwerfen – alles hat seine Zeit.
So hat das Ankommen und Bleiben, aber auch das Abbrechen und Weiterziehen seine Zeit. Als meine Frau und ich vor 7 1/2 Jahren nach Dennheritz gezogen sind, da erschienen uns 8 Jahre bis zum Ruhestand relativ lang. Nun sind wir bereits 7 1/2 Jahre Pfarrersleute in Gesau, Dennheritz und Niederschindmaas. Es kamen noch Remse, Weidensdorf und Jerisau dazu, und in der Rückschau erscheint es uns wesentlich kürzer. Nun sind wir auf der Zielgeraden angekommen und unsere Zeit in den o.g. Gemeinden ist nun sehr überschaubar geworden. Wir haben eine Bleibe für die Zeit unseres aktiven Ruhestandes gefunden. Wir rechnen damit, dass wir bis Ende des Jahres noch in Dennheritz wohnen werden und zu Beginn des neuen Jahres in unser neues (vermutlich unser letztes) Zuhause ziehen werden. Das gehört zum Pfarrerberuf dazu, dass wir erst am Ende des Berufslebens ankommen und auch dies wird zeitlich begrenzt sein.
Aber noch haben wir – wenn der Gemeindebote Sie erreicht – 7 Monate miteinander. Und wir wollen diese Zeit nutzen. Wenn Sie mich in die Kreise einladen möchten, dann komme ich gerne, aber wenn die Einladung nur einen Tag vorher kommt, dann werde ich sie in den seltensten Fällen wahrnehmen können.
Es wird nach der Ferienpause vielleicht noch das eine oder andere Angebot für das Überstehen der Vakanzzeit geben. Zum Glück hängt „Gemeinde“ nicht von einem Pfarrer ab. Vakanzzeiten sind immer auch Zeiten, in denen Menschen ihr speziellen Berufungen entdecken. Aber noch sind wir da und wir wollen diese Zeit bewusst nutzen.
Gotteslob tut unserer Seele gut
Liebe Gemeinde,
es gibt wenige Dinge, bei denen der Geschmack so weit auseinander geht wie bei der Musik. Wer die Musik nach dem Gewicht der verwendeten Instrumente beurteilt, ist entweder Metall- oder Holzverarbeiter oder er hat das Wesen von Musik nicht wirklich verstanden. Es gibt auch durchaus sehr falsche Vorstellungen von Musik. So stimmt der Kanon „Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder“ einfach nicht. Doch, das haben sie und oft wurde Hass und Verachtung anderer mit Musik transportiert. Was man so mit trällert, wandert vielleicht doch in die unteren Schichten der Seele und wirkt dort intensiver als man vielleicht ahnt. Musik ist heute ein Milliardengeschäft und wie der Eurovision Song Contest bewies, kann Musik sofort zu einem Politikum werden. Musik kann Therapie für die Seele sein und Teil des Klassenkampfes.
Musik spielt in der Bibel und damit auch im Glauben eine wichtige Rolle. Durch Musik wurde in allen Jahrhunderten die gute Nachricht von Jesus verbreitet und mit Musik wurde Gott gelobt, der Mensch erfreut und oft wurde Traurigen Trost und neue Hoffnung vermittelt. So ist Musik immer ein Teil der Gemeindearbeit gewesen und für viele ist Musik Teil und Ausdruck ihres Glaubens.
Der Monatsspruch für Juni verbindet Musik und Glauben (2.Mose15,2):
Meine Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Retter geworden.
Dieser Liedanfang stammt von Mose. Kurz vorher war den Israeliten das Singen vergangen. Sie wurden von Pharao und seinem Heer bedroht. Vor ihnen war das Schilfmeer, recht und links von ihnen die Wüste und hinter ihnen kam die damals hochgerüstetste Armee der Ägypter immer näher! Ausweglos schien die Lage. Vielleicht hätte man noch Zeit für Klagelieder oder den Blues gehabt. Aber dann hat Gott sich seines Volkes erbarmt, die Feinde besiegt und nun hat Israel allen Grund, Gott zu loben. „Er ist für mich zum Retter geworden!“
Aber nicht erst nach der Rettung lohnt es sich zu singen. Das Gotteslob tut unserer Seele gut, ganz gleich wie unsere Situation ist. Das Gotteslob lässt uns manchmal erst den Retter erkennen. Er ist ja da! Es heißt im Text: Damals sangen Mose und die Israeliten dieses Lied dem Herrn. Gemeinsam singen macht stark, nicht nur auf dem Fußballplatz, auch in der Gemeinde.
Lassen Sie sich einladen in unsere Gottesdienste und gemeinsam Gott loben!
Bald wird auch die Dennheritzer Orgel den Gemeindegesang wieder unterstützen. Dann ist es gut, wenn eine große Gemeinde da sein wird.
An dieser Stelle allen ein Dankeschön, die in unserer Gemeinde musizieren.
Gott loben kann man allein und in großer Zahl! Eine singende Gemeinde ist eine im Glauben wachsende Gemeinde!
Matthias Franke
Konzert der Chöre „One World Singers“ aus Denver und des „Georgius-Agricola-Chors Glauchau e.V.“ in der St. Andreas Kirche Gesau
Am 24. Juni, der Johannisnacht, erwartet die Besucher in der Kirche zu Gesau ein besonders Erlebnis der Chormusik. Zu Gast in Glauchau ist der Chor „One World Singers“ aus Denver, Colorado. Im Rahmen einer Europareise besuchen die Sänger aus den USA auch Glauchau und Waldenburg. Wie kommt ein Chor aus dem fernen Amerika dazu, gerade hier in unserer Heimat Station zu machen und dazu noch ein Konzert zu geben? Im Sommer 1996 weilte die Chorvereinigung Waldenburg e.V. unter Leitung von Hans Paproth auf Einladung zweier Chöre aus Denver und Minneapolis in den USA. Acht Sängerinnen und Sänger des Georgius-Agricola-Chors Glauchau e.V. hatten das Glück, mitreisen zu können. Diese Konzertreise war für alle Teilnehmer aus unseren beiden Städten unvergesslich und oft schwelgen wir in den Erinnerungen an die Erlebnisse in Denver, Colorado Springs, Chicago und Minneapolis. Neben mehreren Auftritten unseres Chores in verschiedenen Städten und gemeinsamen Feiern mit unseren amerikanischen Freunden war die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum Independence Day ein unvergessliches Highlight.
1999 weilte zum Gegenbesuch der Chor aus Denver in Glauchau und Waldenburg. In der Bartholomäus Kirche zu Waldenburg gab es ein begeistertes Konzert. Auch in der im Bau befindlichen Frauenkirche in Dresden zeigten die amerikanischen Sänger spontan ihr Können.
Die Verbindungen zu unseren Sangesfreunden aus Denver sind trotz der vielen Jahre nie abgebrochen. Private Kontakte bestehen bis heute, obwohl unsere Reise nun schon 20 Jahre zurückliegt. Umso mehr freuen wir uns, dass es im Juni dieses Jahres ein Wiedersehen gibt. Unserem Vorschlag, in der Dorfkirche in Glauchau-Gesau gemeinsam zu musizieren, haben sie sofort zugestimmt. So können wir den Freunden der Chormusik ein besonderes musikalisches Erlebnis bieten. Zu hören sind u.a. Gospel, Spirituals, Choräle und amerikanische Lieder, deutsches Liedgut und Musicalsongs. Ein besonderer Höhepunkt wird bestimmt die gemeinsame Interpretation zweier Spirituals und des Kanons „Dona nobis pacem“ sein.
Wir laden dazu alle musikinteressierten Bürger zum Konzert zur Johannisnacht am 24. Juni in die Gesauer Kirche ein. Der Beginn ist 17.00 Uhr, der Eintritt ist frei. Am darauffolgenden Tag gibt der Chor aus Denver ein weiteres Konzert in Waldenburg.
Rolf Littmann


