Konfirmandenausfahrt nach Eisenach

An dem für uns Deutsche sehr geschichtsträchtigen Datum des 09.11. begaben sich die Konfirmanden der 7. und 8. Klasse der Region Glauchau, zusammen mit Pfarrern und unserer Vikarin, auf die Spuren von Martin Luther. Obwohl wir recht früh starteten, war der Bus gut gefüllt.

In Eisenach wurden wir im Lutherhaus erwartet und teilten uns in 2 Gruppen auf. Eine Gruppe konnte sich in der Kunst der Kalligraphie zur Zeit Luthers üben, die andere Gruppe erlebte eine strenge Schulstunde, wie sie damals üblich war, mit Rohrstock und Eselsmaske, mit. Danach erwartete uns noch ein Rundgang durchs Lutherhaus, wo Martin Luther mehrere Jahre gewohnt hat, während er die Lateinschule in Eisenach besuchte.
In der Mittagspause war dann Gelegenheit, sich zu stärken oder auch durch die Läden zu bummeln. Die meisten von uns schauten sich auch die namensverwandte St. Georgenkirche in Eisenach an.

Gruppenfoto Konfirmandenausfahrt 2019 nach Eisenach

Gruppenfoto Konfirmandenausfahrt 2019 nach Eisenach

Bei Sonnenschein wanderten wir durch den Wald bergauf bis zur Wartburg, wo wir durch eine interessante Führung über das Leben dort durch die Jahrhunderte hinweg informiert wurden. Wir erfuhren etwas über das schwere Leben der Heiligen Elisabeth von Thüringen, die freiwillig auf allen Reichtum und Luxus verzichtete und nach dem Tod ihres Mannes auf einem Kreuzzug in ein Kloster ging. Natürlich durfte auch ein Besuch der Lutherstube nicht fehlen, auch wenn der Tintenfleck an der Wand im Laufe der Zeit verschwunden ist. Wir genossen den abendlichen Ausblick von der Wartburg über die herbstlichen Wälder und Berge.

Die Zeit war wie im Flug vergangen und am Abend kehrten wir alle nach einem erfüllten Tag wohlbehalten wieder nach Glauchau zurück. Ich denke, wir haben Grund, Gott dankbar zu sein für die Gemeinschaft untereinander und dafür, dass er diesen Tag ohne Zwischenfälle hat gelingen lassen.

Ulrike Lange

Ensemble Amadeus gibt Adventskonzert in Dennheritz

Zu einem klangprächtigen Konzert mit barocker Weihnachtsmusik lädt die Kirchgemeinde Dennheritz am 3. Advent, dem 15. Dezember um 17 Uhr in die Dennheritzer Kirche ein.

Die Musiker um Normann Kästner spielen Weihnachtskonzerte der italienischen Meister Arcangelo Corelli und Francesco Manfredini. Marlen Eigenwillig wird an der Flöte mit Sätzen aus der berühmten h-moll-Suite von Johann Sebastian Bach zu erleben sein, und Christian Weikert und Hannes Kunert sorgen mit ihren Oboen für festliche Eleganz. Sie spielen Konzerte von Tommaso Albinoni und Antonio Vivaldi.

Im Anschluss an das Konzert ist vor der Kirche für das leibliche Wohl gesorgt. Der Eintritt ins Konzert ist frei, eine Kollekte wird am Ausgang erbeten.

Normann Kästner

 

Erntedankfest in der Partnergemeinde Jork

Auch in diesem Jahr war wieder Anfang November eine Abordnung Gemeindeglieder aus Dennheritz und Niederschindmaas in der Partnergemeinde Jork, im Alten Land.

Nach Ende der Obsternte feiern die Jorker ihr Erntedankfest mit dem Matthiasmarkt. Er fand in diesem Jahr zum 44. Mal statt. Seit über 20 Jahren nehmen auch wir daran teil. Begonnen hat alles mit Blechkuchen, Handarbeiten, Stollen usw. Jetzt verkaufen wir Roster, Mutzbraten und hausschlachtene Wurst. Der Erlös fließt zu gleichen Teilen in die Kirchen Dennheritz und Niederschindmaas.

In seiner Predigt ging Pfarrer Paul Henke auch auf die Wende 1989 ein und die dadurch entstandenen Beziehungen zur Partnergemeinde Dennheritz.

Wie immer waren der Verkauf und die persönlichen Begegnungen ein voller Erfolg. Am Verkaufsstand und abends im Gemeinderaum fanden Gespräche zwischen uns und Kirchenvorstandmitgliedern und dem Pfarrer der Jorker Gemeinde statt.

Nach dem Beladen der Stiegen mit Äpfeln, auf dem Hof von Hein Hausschild, ging es am Montag wieder in Richtung Heimat.

Bedanken möchte ich mich bei den Gemeindegliedern von Dennheritz und Niederschindmaas und bei den Jorker Gastgebern. Danke auch den Herstellern der Fleisch- und Wurstwaren.

Friedbert Weise

Rückblick Frauenfrühstück

Das herbstliche Frauenfrühstück am 9. November stand unter dem Thema „Freiheit“. Mechthild Melzer nahm uns mit in Gedanken und Bibelstellen, in denen von Gefangenschaft und Befreiung die Rede ist. Wir wollen frei sein von unguten Bindungen, frei von Unversöhnlichkeiten, denn wer nachtragend ist, hat viel zu schleppen. Und vor allem wollen wir frei sein von der Angst vor der Zukunft. An den Spiegel sollten wir uns Jesaja 43, 4 schreiben, damit wir jeden Morgen frohgemut in den Tag starten können: “Du bist wertvoll und teuer erkauft. Und ich habe dich lieb!“ Was für ein Zuspruch!

Der Saal war voll besetzt von Frauen jeden Alters, Kinder wurden nebenan liebevoll betreut, das Buffet war lecker bestückt – ein gelungener Morgen mit Füllung für Leib und Seele.

Danke, danke, danke!
DANKE an Alle, die dazu beigetragen haben.

Katrin Rödenbeck

Am 20. Oktober war Oase-Gottesdienst mit Pfarrer Roland Kutsche

Am 20. Oktober war Oase-Gottesdienst mit Pfarrer Roland Kutsche. Ein Oase-Gottesdienst will in unserer schnellen und hektischen Zeit bewusst Oasen der Ruhe, Stille und Besinnung schaffen. Die Predigt handelte von eine kanaanäische Frau, deren Tochter krank ist und die Jesus um Hilfe anfleht. Jesus sieht den Glauben der Frau, die keine Jüdin ist und heilt die Tochter (Matth 15,21-28 zum Nachlesen). Doch diese Handlung passiert nicht sofort, eigentlich will Jesus seine Hilfe den Juden zukommen lassen. Doch als er hört und sieht, welcher Glaube in dieser Frau ist, erfüllt er ihre Bitte – „im gleichen Augenblick war ihre Tochter gesund“. Ihr Glaube hat Heilung ermöglicht.

Oase, © Sfivat 2005 (public domain), Quelle: Wikimedia

Oase, © Sfivat 2005 (public domain), Quelle: Wikimedia

Nach der Predigt gab es Stationen zur eigenen Beteiligung. In der stillen Kirche konnte man sich segnen und salben lassen, zum Taufgedächtnis gehen oder in der Stille verweilen. Eine Klagemauer war aufgebaut und man konnte seine Sorgen vor Gott bringen.

Es war ein berührender Gottesdienst, mit allen Sinnen erfahrbar vor Gott zu stehen, aber sich auch herausfordern zu lassen und auf Gott zu hören.

Wunderbare Lobpreismusik umschloss den Gottesdienst. Herzliches Danke allen Mitwirkenden!

Katrin Rödenbeck

Geschichte in Geschichten

Vor 100 Jahren, am 2.3.1919, wurde in der St. Andreas-Kirche Gesau ein junger Mann zum Pfarrer ordiniert. Ähnliches erlebte, fast auf den Tag genau, 99 Jahre später eine zahlreich versammelte Gemeinde wieder in der Gesauer Kirche. Was ist daran so besonderes?

  1. Eine Ordination kommt in einer Kirchgemeinde selten vor, denn Pfarrstellen werden oft mit schon ordinierten Pfarrern, Pfarrerinnen wieder besetzt.
  2. Am 2.3.1919 ordinierte Oberkonsistorialrat Sup. Dr. Költzsch seinen Sohn Friedrich Költzsch. Wie oft es so etwas in der sächsischen Kirchengeschichte gegeben hat, ist mir unbekannt.
  3. Wann bekommt man schon ein 100jähriges Dokument angeboten, dessen Inhalt noch heute aktuell ist?

Mich hat die Wortwahl des Vater an den Sohn beeindruckt. Unsere Sprache hat sich verändert, dennoch lohnt sich das Lesen dieser Predigt. Versuchen Sie es!

Kirche St. Andreas in Gesau um 1920

Kirche St. Andreas in Gesau um 1920

„… Was sind die Worte dieser Stunde?

Ein erstes – das Losungswort für den heutigen 2. März 1919, das aus dem Propheten Jeremia: Suchet der Stadt Bestes. Aus dem Losungsbüchelein der Brüdergemeinde haben wir daheim unsere Hausandachten gehalten – unterm Kreuzturm, am alten Familientisch.

Aus ihm hoben wir uns manchmal Licht und Trost und Kraft und Rat für den einzelnen Tag. Und manchmal war uns das Wort des Tages wie ein Geschenk Gottes. Nun berührt´s Dich in der Tiefe Deiner Seele, dass gerade für heute, Deinen großen Tag, als Losungswort Dir gegeben ist: Suchet der Stadt Bestes. Du weißt, mit dem Wort ward ich vor 27 ½ Jahren in mein erstes Amt an der Kreuzkirche in Dresden eingewiesen. Es wies mich hinein in das Straßennetz und Häusermeer und Massengewühl der Großstadt. Es wies mich hinein in die gerade damals aufbrechenden sozialen Kämpfe. Es legte mir auf Herz und Gewissen besonders das arbeitende Volk, aber es spornte mich, im Ringen um die Volksseele einzusetzen, meine beste Kraft. Und wie eine Fügung war mir´s, als 11 Jahre später für meinen letzten Abendgottesdienst in der Kreuzkirche, für wehmütige Abschiedsstunde, als das Sonntagswort sich darbot, der 122. Psalm: Jerusalem ich will dein Bestes suchen. Als ob ich von dem einen Wort nicht loskommen dürfte – ich kam auch nicht von ihm los. Und heute, da es der Tag mir als Losungswort zuwirft, gebe ich es an Dich weiter. Es ist die eine große Instruktion, die mit dem einzigen Kapitel: Suchet der Stadt Bestes.“

Fortsetzung folgt …

Christiane Scheurer

1. Teil von „Geschichte in Geschichten“
2. Teil von „Geschichte in Geschichten“
3. Teil von „Geschichte in Geschichten“
4. Teil von „Geschichte in Geschichten“
5. Teil von „Geschichte in Geschichten“

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!

„Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt.“
Die Bibel, Hiob 19,25

Wenn man diese Worte liest, ohne die Bibelstelle zu beachten, denkt man, sie wären von einem Apostel oder Jünger Jesu im Neuen Testament gesprochen mit Blick auf Jesus Christus. Aber es sind Worte, die ein Mann schon lange vor Christi Geburt und Tod am Kreuz ausspricht. Eine erstaunliche Aussage, eine Verheißung, die schon in die Zukunft weist und prophetisch den ankündigt, der viele Jahre später geboren werden wird.

Die Erzählung vom Leben und Geschick des Hiob ist spannend und enthält Fragen nach der Ursache vom Leid und dem rechten Umgang damit.

Hiob ist ein Mann, der rechtschaffen und gottesfürchtig ist und an dem Gott seine Freude hat. Er hat viele Kinder und einen großen Besitz, er ist gesund und es geht ihm gut. Das missfällt dem Satan und er geht zu Gott und redet mit ihm. Hiob glaube ja nur an Gott, weil es ihm so gut geht.

„Aber strecke deine Hand aus und taste alles an, was er hat: Was gilts, er wird dir ins Angesicht absagen.“
Die Bibel, Hiob 1, 11

Hiob wird nun nach und nach alles genommen, was ihm in seinem Leben etwas bedeutet. Immer wieder kommen Reiter, um ihm eine neue Nachricht von einem Unglück zu bringen, die „Hiobsbotschaft“, die wir auch bis heute noch kennen und die bis heute der Ausdruck ist für eine sehr schlimme Nachricht.

Hiob erlebt viel Leid. Er klagt, er weint, er sitzt im Staub, in der Asche und wünscht sich, niemals geboren zu sein. Aber er hält an Gott fest. Mitten im Leid spricht er die Worte des Glaubens:

„Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt.“

Er hält am Glauben fest, er vertraut weiterhin auf Gott.

Bis heute, durch die Jahrhunderte hindurch, ist es immer wieder eine große Herausforderung, durch Leid, Krankheit und eigenen Schmerz weiter auf Gott zu vertrauen. Mancher hat sich durch einen schweren Schicksalsschlag von Gott losgesagt: „An einen Gott, der so etwas zulässt, kann ich nicht mehr glauben.“ Das ist verständlich, und tröstende und mitfühlende Worte von Menschen, die es gut meinen, helfen da meist nicht. Die Worte, die man hier sagen kann, greifen oft zu kurz.

Aber gerade im Festhalten am Glauben, gerade jetzt, in dieser schwierigen Situation, gerade jetzt bietet Gott seine Hilfe an. Schon mancher hat Gottes Trost, seinen Frieden und das Getragen sein durch ihn in schweren Zeiten in besonders intensiver Weise erfahren. Es ist ein Trost, den Menschen nicht geben können, aber den Gott geben kann.

Es grüßt herzlich Pfarrerin Ulrike Lange

Gemeindewanderung zum Buß-und Bettag

Am 20.11. ist wieder in Sachsen der Feiertag zum Buß-und Bettag. Wir wollen ihn nutzen, um miteinander diesen Tag zu bedenken und auch als Gemeinden miteinander auf dem Weg zu sein. Wir beginnen 14.00 Uhr in der Gesauer Kirche mit einer Andacht und laufen anschließend ca. eine dreiviertel Stunde zusammen in Richtung Jerisau, wobei wir hoffen, dass uns der dunkle Novembermonat vielleicht noch ein paar Sonnenstrahlen schenkt. Bei strömendem Regen müssen wir mit dem Auto fahren. In Jerisau wollen wir uns erst in der Kirche versammeln und dann gemeinsam miteinander in unkomplizierter Weise ohne große Vorbereitungen miteinander im Pfarrhaus von Jerisau Kaffee trinken. Jeder kann ein paar Kekse oder Süßigkeiten dazu beitragen. Auch „wanderfreudige“ Familien mit Kindern sind herzlich eingeladen.

Zufahrt St.-Andreas-Kirche und Friedhof & Spendenaufruf

Wir möchten auch berichten, wie es weitergeht bei der Planung der Zufahrt zu unserer Kirche.

Die Entwürfe mit allen Höhenvermessungen liegen uns vor. Weiter geht es mit der Kostenplanung, so dass wir in nächster Zeit die kompletten Unterlagen vorliegen haben, um die Bauanträge und Förderanträge zu stellen. Wenn die Genehmigungen erteilt werden, hoffen wir, im kommenden Jahr mit der Erneuerung der Zufahrt baulich beginnen zu können.

Bei grundhafter Instandsetzung und bewilligten Fördermitteln werden wir dennoch einen Eigenanteil von ca. 40.000 € aufbringen müssen. Dabei sind wir unbedingt auf finanzielle Unterstützung angewiesen und bitten Sie um Ihre Spenden zweckgebunden für diesen Bau. Überweisen Sie bitte auf folgende Kontonummer:

Wir stellen Ihnen gern eine Spendenbescheinigung aus. Danke für Ihre Unterstützung.

Der Kirchenvorstand
der Kirchgemeinde St. Andreas Gesau

Kino in der St. Andreas-Kirche

Herzliche Einladung zum Kino in der St. Andreas-Kirche, am Freitag, dem 8. November, 19:30 Uhr.

Wir suchen für Euch einen spannenden Film aus und freuen uns auf das gemeinsame Filmevent.

Für Kinoflair mit Knabbereien und Getränken wird gesorgt. Bringt Euch evtl. eine Decke mit, falls es kühl wird.

Im Anschluss gemütliches Beisammensein und anregende Gespräche.

Das Ende ist offen, der Eintritt ist frei.